{"id":1660,"date":"2024-01-27T19:10:31","date_gmt":"2024-01-27T18:10:31","guid":{"rendered":"https:\/\/viennaski.eu\/?p=1660"},"modified":"2025-08-20T14:16:14","modified_gmt":"2025-08-20T12:16:14","slug":"carl-michael-ziehrer-legendaerer-wiener-kapellmeister","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/viennaski.eu\/de\/eternal-1660-carl-michael-ziehrer-legendaerer-wiener-kapellmeister","title":{"rendered":"Carl Michael Ziehrer \u2013 legend\u00e4rer Wiener Kapellmeister"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Carl Michael Ziehrer war in Wien <strong>weithin bekannt und geachtet<\/strong>. Er war der vierte und letzte k. u. k. Hofballmusikdirektor. Dieser Mann liebte die Musik von ganzem Herzen, und unter seiner Leitung spielten Orchester einzigartige Meisterwerke. Mehr \u00fcber das Leben und Schaffen von Ziehrer lesen Sie hier <a href=\"https:\/\/viennaski.eu\/de\/\">viennaski.eu<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kindheit und Jugend<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.viennaski.eu\/wp-content\/uploads\/sites\/66\/2024\/01\/ozdrckb9aw0g16puau9lcpepedhmnx67vd1s5l0z2gttw0gpzsovlm7xva4ss_tygygl7vipciyps_uhc5hbyjzhzp1m1o7_p1cpip1fjesapy3nhi9kqnophwqevkoyntqdueuvixmtdxuaketmffu.jpg\" alt=\"\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Geboren wurde Michael am 2. Mai 1843 in Wien als Sohn eines Hutmachers. Von fr\u00fcher Kindheit an erlernte der Junge das Handwerk seines Vaters, zeigte aber bald Interesse an der Musik. Als seine Eltern dies bemerkten, beschlossen sie, ihren Sohn zum Klavierunterricht anzumelden. Bald darauf trat der Junge ins Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien ein. Als Michael 19 Jahre alt wurde, begann er, seine ersten kleinen Kompositionen zu schreiben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Jahr 1863 deb\u00fctierte er am Dirigentenpult mit seinem ersten eigenen Orchester im Dianabad-Saal. Ein solch <strong>rasanter Karriereaufstieg<\/strong> ist mit mehreren Namen verbunden, allen voran mit Carl Haslinger, der mit Ziehrer einen Vertrag unterzeichnete und ihm gute Musiklehrer vermittelte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Jahr 1866 schuf Ziehrer seine erste Operette \u201eMahomets Paradies\u201c. Ab 1870 tourte er mit seinem Orchester durch Europa und eroberte die Herzen der Menschen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Professionelle Musikkarriere<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.viennaski.eu\/wp-content\/uploads\/sites\/66\/2024\/01\/fatjc5muibctde2mqczcplx6go0ltcgn2u1_dlcysdgj6rug10hdg0d_8szovbhutt5xab0pe55pqolfljpjh6smhygllosmjala9tdbbcwoeu1lffxoc9mrhloz1kpge160raaagttucrh5waut2so.jpg\" alt=\"\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bald erf\u00fcllten Ziehrers Walzer, M\u00e4rsche und Polkas die gr\u00f6\u00dften Wiener Etablissements jener Zeit. Er stellte eine <strong>sehr gro\u00dfe Konkurrenz f\u00fcr die Familie Strau\u00df<\/strong> dar, die aus diesem Grund seine Werke nur selten in ihren Konzerten spielte. Obwohl bei Ziehrer selbst die Werke der Strau\u00df-Familie ein fester Bestandteil seiner Programme waren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ziehrer hatte pragmatische Gr\u00fcnde, neue Werke zu komponieren. Aufgrund der fast t\u00e4glichen Konzerte mussten die Kapellmeister das Publikum st\u00e4ndig mit Neuem erfreuen. Zus\u00e4tzlich mussten auch Kompositionen f\u00fcr die kaiserliche Familie geschrieben werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Rahmen seiner \u00fcber 50-j\u00e4hrigen musikalischen T\u00e4tigkeit umfasst Ziehrers Schaffen insgesamt 556 Opuszahlen sowie 200 undatierte St\u00fccke und 23 Operetten, von denen die bekanntesten sind: \u201eDie Landstreicher\u201c, \u201eFremdenf\u00fchrer\u201c und \u201eLiebeswalzer\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ziehrers Operettenerfolge sind eng mit der Entwicklung des Wiener Musikverlags Doblinger verbunden, der seinen Sitz in der Dorotheergasse hatte. Es ist bemerkenswert, dass der Verlag dank der Werke gro\u00dfer Komponisten gro\u00dfen finanziellen Erfolg erzielte und zu einem der wichtigsten Wiener Operettenverleger wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bald darauf entschied sich Ziehrer trotz gro\u00dfer Erfolge, die Wiener B\u00fchne zu verlassen und <strong>Milit\u00e4rkapellmeister zu werden<\/strong>. Die Gr\u00fcnde f\u00fcr diesen Schritt sind nicht bekannt, doch bei der Analyse historischer Quellen l\u00e4sst sich vermuten, dass das Genie einfach dem Druck der Konkurrenz entgehen wollte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seine Ernennung zum Kapellmeister der Musikkapelle des Infanterieregiments \u201eHoch- und Deutschmeister Nr. 4\u201c war ein gro\u00dfer Moment f\u00fcr die Milit\u00e4rmusik und f\u00fcr Ziehrer selbst. Seine T\u00e4tigkeit als Milit\u00e4rkapellmeister war so vorbildlich, dass nach seinem Beispiel in England, Spanien und Amerika Milit\u00e4rkapellen gegr\u00fcndet wurden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Jahr 1907 wurde Michael Ziehrer zum k. u. k. Hofballmusikdirektor ernannt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der vollst\u00e4ndige Bankrott<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach dem Ersten Weltkrieg und dem Fall der Monarchie begannen sich Ziehrers Karriere und Gesundheit zu verschlechtern. Den Rest seines Lebens verbrachte der Musiker <strong>in Armut<\/strong>, da er all seine Ersparnisse in Kriegsanleihen investiert hatte. Die Menschen begannen, den gro\u00dfen Musiker zu vergessen. Nur anl\u00e4sslich seines 75. Geburtstages (im Jahr 1918) verlieh ihm Kaiser Karl I. das Ritterkreuz des Franz-Joseph-Ordens.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ziehrers letzte Komposition war \u201eMein Herz lass ich in Wien zur\u00fcck\u201c, die erstmals bei der Premiere des Films \u201eCarl Michael Ziehrer, der letzte Walzerk\u00f6nig\u201c erklang. Dies geschah am 24. Oktober 1922, drei Wochen vor seinem Tod.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 14. November 1922 verstarb Carl Michael Ziehrer. Er wurde in einem <strong>Ehrengrab der Stadt Wien<\/strong> auf dem Zentralfriedhof beigesetzt, unweit der letzten Ruhest\u00e4tten von Lanner und Strau\u00df.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Carl Michael Ziehrer war in Wien weithin bekannt und geachtet. Er war der vierte und letzte k. u. k. Hofballmusikdirektor. Dieser Mann liebte die Musik von ganzem Herzen, und unter seiner Leitung spielten Orchester einzigartige Meisterwerke. 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