Der Name Christoph Waltz ist nicht nur in Österreich, sondern auch weit über seine Grenzen hinaus bekannt. Der Schauspieler hat viele Rollen brillant gespielt und sich mühelos in der ganzen Welt einen Namen gemacht. Man sagt, dass ihm dies dank der fruchtbaren Zusammenarbeit mit dem legendären Regisseur Quentin Tarantino gelang. Ob das stimmt oder nicht, lesen Sie hier bei viennaski.eu.
Ein kreatives Kind

Christoph wurde am 4. Oktober 1956 in Wien in eine Künstlerfamilie geboren. Der Vater des Jungen war deutscher Herkunft, die Mutter gebürtige Australierin, und sie unterstützten die Begeisterung ihres Sohnes für die Kunst auf jede erdenkliche Weise. Die Eltern arbeiteten ihr Leben lang als Kostümbildner, und seine Großeltern waren bekannte Theaterschauspieler.
Als Christoph 7 Jahre alt war, starb sein Vater. Die Mutter heiratete erneut, und der Komponist Alexander Steinbrecher wurde Waltz‘ Stiefvater. Nach dessen Vorbild begeisterte sich der Junge für die Oper; er besuchte wöchentlich Aufführungen und träumte von einer Karriere als Opernsänger.
Nach dem Abschluss des Gymnasiums in Wien inskribierte Waltz an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, wo er an der Schauspielabteilung studierte. Zu dieser Zeit hielt der berühmte Regisseur und Schauspieler Max Reinhardt dort seine Seminare ab. Parallel dazu studierte Christoph Oper und Gesang, doch leider gelang es ihm nicht, Sänger zu werden, da seine Stimme nicht für die Oper geeignet war.
Nach seinem Diplom beschloss der junge Mann, nicht aufzuhören. Er ging nach New York und trat dort in die renommierte Schauspielschule von Lee Strasberg ein.
Die Eroberung der Kinoleinwand

Seine professionelle Karriere begann Christoph 1970 am Theater. In dieser Zeit arbeitete der Mann in Wien und trat auf den Bühnen mehrerer Theater auf. Durch seine Bemühungen gelang es ihm, erfolgreich zu sein. Waltz wurde von verschiedenen Ensembles aus Hamburg und Zürich eingeladen. Infolgedessen musste der Schauspieler einen Agenten finden, der ihm half, all die Angebote zu sichten.
Seine Filmkarriere begann 1980. Zuerst spielte er in Melodramen, und 1982 bekam er eine Rolle im Projekt „Feuer und Schwert – Die Legende von Tristan und Isolde“. Der Schauspieler und sein Agent setzten sehr große Hoffnungen in diesen Film. Er wurde auf großen europäischen Filmfestivals präsentiert und erhielt sogar eine Auszeichnung für die beste Kameraarbeit. Christoph selbst erhielt jedoch überwiegend negative Kritiken.
Danach setzte der Schauspieler auf Kriminalfilme. Dabei nahm er die unterschiedlichsten Charaktere an. Im Film „Kommissar Rex“ spielte er die Rolle des Maniacs Martin Wolf. Im Grunde ergriff der Darsteller jede Gelegenheit, auf der großen Leinwand zu erscheinen. So gelang es ihm im Jahr 2000, an einem Set mit bekannten Schauspielern zusammenzuarbeiten und seinen Bekanntenkreis zu erweitern.
Der lang ersehnte Ruhm kam für Christoph, als er 42 Jahre alt war. Damals bot ihm Tarantino die Rolle eines Antagonisten an. Die Dreharbeiten zum Kriegs-Actionfilm „Inglourious Basterds“ brachten Waltz viele Auszeichnungen ein. Die wichtigste darunter war der „Oscar“. Seinen zweiten bedeutenden Preis gewann der Schauspieler für seine Arbeit im Drama „Django Unchained“. Für seine Rolle musste sich Christoph einen Bart wachsen lassen. Während der Dreharbeiten stürzte er vom Pferd und zog sich eine Verletzung zu.

Im Jahr 2014 spielte Waltz im Filmdrama „Big Eyes“. Auch dieser Film wurde mit einem „Golden Globe“ ausgezeichnet. Der Erfolg des Künstlers wird nicht nur durch weltweite Anerkennung und Preise bestätigt. Im Dezember 2014 wurde unter feierlichen Umständen auf dem Hollywood „Walk of Fame“ der 2536. Stern enthüllt, der Christoph Waltz gewidmet ist.
Das kreative Leben des Schauspielers ist voller neuer Ideen. Im Jahr 2022 lieh Waltz seine Stimme dem Animationsfilm „Pinocchio“, dem animierten Langfilmdebüt des Regisseurs Guillermo del Toro.
Dank seines Selbstvertrauens, seines Mutes und seiner Neugier konnte Christoph Waltz beispiellose Höhen in der Filmindustrie erreichen. In jeder seiner neuen Rollen gibt der Künstler 100 %. Dies wird von berühmten Regisseuren, die Waltz eine Zusammenarbeit anbieten, sehr geschätzt.