Die Erfolgsgeschichte der berühmten Wiener Künstlerin Xenia Hausner

In der zeitgenössischen europäischen Kunst gibt es kaum eine Künstlerin, die ein so reges Interesse hervorruft wie die österreichische Malerin Xenia Hausner. Ihr Werk, erfüllt von Dramatik, intensiver Farbigkeit und vielschichtigen Narrativen, hat Wien längst verlassen und Galerien sowie Sammler auf der ganzen Welt erobert. Hausner ist eine Malerin, die an der Schnittstelle von Theaterinszenierung und Malerei arbeitet: Ihre charakteristischen großformatigen Leinwände zeigen oft Frauen in ungewöhnlichen, häufig spannungsgeladenen zwischenmenschlichen Situationen. Mehr dazu auf viennaski.eu.

Frühe Jahre und die Entwicklung der zukünftigen Künstlerin

Der Weg zum Weltruhm begann für die österreichische Künstlerin Xenia Hausner in Wien, wo sie 1951 geboren wurde. Ihre Kindheit war vom Umfeld der Kunst geprägt, da sie die Tochter des bekannten Malers Rudolf Hausner ist, was ein starkes Fundament für ihre zukünftige Karriere legte.

Ihre erste professionelle Ausbildung widmete Xenia Hausner dem Theater. Sie studierte Bühnenbild an der renommierten Akademie der bildenden Künste in Wien und absolvierte Anfang der 1970er Jahre eine Weiterbildung an der Royal Academy of Dramatic Art (RADA) in London.

Diese Wahl brachte ihr schnell Erfolg: Von 1975 bis 1992 arbeitete Hausner als Bühnen- und Kostümbildnerin und schuf über hundert Theater- und Opernproduktionen. Ihre Arbeiten zierten die Bühnen führender europäischer Theater, darunter das Royal Opera House (Covent Garden) in London, das Wiener Staatstheater, das Théâtre de la Monnaie in Brüssel und die Salzburger Festspiele.

Gerade diese umfangreiche Erfahrung im Theater war entscheidend für die Formung ihres einzigartigen Stils. Durch die Anwendung szenografischer Techniken wie Collagen, alltägliche Materialien und die Schaffung von Bühnen-„Frames“ lernte Hausner, „theatralisierte“ Szenen zu kreieren. 1992 vollzog sich eine schicksalhafte Wende: Xenia Hausner widmete sich vollständig der Staffeleimalerei. Sie transformierte ihre szenische Vorstellungskraft in großformatige Leinwände, die wie eingefrorene Szenen aus einem Theaterstück oder Film wirken. Diese pointierten Gemälde, die Menschen in spannungsgeladenen und interpretierbaren Situationen darstellen, wurden zu ihrem Markenzeichen.

Stil und Thematik von Xenia Hausner

Das Werk von Xenia Hausner ist eine tiefgründige Erforschung des Menschen im komplexen sozialen Raum, die ewige Themen wie Beziehungen, Macht, Einsamkeit und die Suche nach persönlicher Sicherheit widerspiegelt. Die Künstlerin überträgt die Idee der menschlichen Rolle im Alltag, den sie als ununterbrochenes Schauspiel betrachtet, meisterhaft auf die Leinwand. Sie baut ihre Kompositionen oft als Gruppenszenen auf, indem sie fragmentarische Situationen festhält, die wie ein Standbild aus einem Theaterstück oder Film wirken. In diesen eingefrorenen Momenten sind die Charaktere, hauptsächlich Frauenfiguren, in spannungsgeladenen, mehrdeutigen zwischenmenschlichen Dramen erstarrt.

Hausners charakteristische Handschrift ist die expressive Malerei, die sofort durch ihre intensive, fast „saure“ Farbpalette die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Ihre Malweise ist gestisch, wobei jeder Pinselstrich und jede Farbschicht zur Verstärkung des emotionalen Zustands und der inneren Spannung der dargestellten Szene dient. Die Künstlerin verwendet helle und kontrastreiche Farben und setzt unkonventionelle Farblösungen zur Modellierung von Gesichtern und Haut ein, was ihren Figuren eine besondere emotionale Schärfe verleiht.

Hausner arbeitet überwiegend im Format großer Leinwände, doch ihre künstlerische Tätigkeit beschränkt sich nicht nur auf die Staffeleimalerei. Sie erstellt aktiv Serien auf Papier, widmet sich Fototransformationen – der Übertragung fotografischer Bilder in die Malerei – und veröffentlicht grafische Serien sowie limitierte Kunsteditionen, womit sie die technische Vielseitigkeit ihrer kreativen Methode demonstriert.

Die wichtigsten Ausstellungen von Xenia Hausner

Der internationale Status von Xenia Hausner als einer der bemerkenswertesten figurativen Künstlerinnen der Gegenwart wird durch die ständige Präsenz ihrer Werke in den renommiertesten Museen und Galerien weltweit bestätigt. Ihre Leinwände, die theatralischen Expressionismus mit sozialem Kommentar verbinden, sind begehrte Exponate für öffentliche und private Sammlungen.

Einen besonderen Platz in ihrer kreativen Biografie nimmt die Retrospektive „True Lies“ („Wahre Lügen“) ein, die im legendären Albertina Museum in Wien stattfand. Diese umfangreiche Ausstellung, die von 2019 bis 2021 gezeigt wurde, war eine bedeutende Zusammenfassung ihrer langjährigen Arbeit und festigte den Platz der Künstlerin unter den Klassikern der zeitgenössischen österreichischen Kunst.

Gleichzeitig wird die Dynamik ihres künstlerischen Lebens durch regelmäßige Einzelausstellungen in führenden kommerziellen Räumen aufrechterhalten. Die Künstlerin ist eine feste Größe bei Ausstellungen an Schlüsselpunkten des globalen Kunstmarktes, wie der Forum Gallery in New York, wo ihre Werke unter anderem 2019 ausgestellt wurden, sowie in modernen europäischen Zentren wie der KÖNIG Galerie in Berlin, wo 2021–2022 bedeutende Präsentationen ihrer Serien stattfanden.

Die Geografie ihrer Ausstellungen erstreckt sich über ganze Kontinente. Ihre Leinwände wurden auf wichtigen Gruppenausstellungen im Ludwig Museum, im Kunsthaus Wien und im Rupertinum präsentiert. Xenia Hausner eroberte auch aktiv den asiatischen Kunstraum und zeigte ihre Werke im Today Art Museum in Peking und im Shanghai Art Museum.

Das europäische Erbe der Künstlerin wurde durch Ausstellungen im Russischen Museum in Sankt Petersburg und im Palazzo Ducale di Mantova in Italien unterstrichen. Es überrascht nicht, dass Hausners Werke in die ständigen Bestände und Ausstellungen führender Museen für zeitgenössische Kunst sowie in prestigeträchtige Unternehmenssammlungen aufgenommen wurden, was ihren internationalen und kommerziellen Erfolg eloquent bezeugt.

Wie Kritiker Xenia Hausners Malerei wahrnehmen

Das Werk von Xenia Hausner steht ständig unter der genauen Beobachtung von Kunsthistorikern und Kritikern, die sich einig sind: Ihre Malerei ist nicht nur eine Darstellung, sondern eine vielschichtige, bewusst komplizierte Inszenierung. Kritiker bemerken sofort das großformatige Format der Leinwände und die starke, intensive Farbpalette. Wie die Galerie Schimming feststellt, schafft Hausner „rätselhafte Bildwelten“, in denen hauptsächlich weibliche Figuren in unbestimmten Räumen und mehrdeutigen Situationen positioniert sind. Diese Technik verleiht ihren Werken laut KÖNIG GALERIE einen Montagecharakter, vergleichbar mit einem Film- oder Fotokader. Die Bilder wirken wie Fragmente einer Geschichte, „ähnlich wie Filmausschnitte, deren Handlung verloren gegangen ist“, was eine eindeutige Interpretation bewusst unmöglich macht.

Gerade diese bewusste Fragmentierung des Wissens und die Weigerung, eine „fertige“ Erzählung zu liefern, ist ein zentrales künstlerisches Mittel Hausners. Kritiker, insbesondere kovacek-zetter, erkennen an, dass die Situationen in den Gemälden nicht eindeutig sind, aber sie resonieren tief beim Betrachter und zwingen ihn, die Leinwand mithilfe seiner eigenen Lebenserfahrung zu „lesen“.

Das Ziel der Künstlerin, wie sie selbst bestätigt, liegt nicht in der einfachen Wiedergabe der Realität, sondern im Bestreben, über das Gemalte hinauszugehen. Hausner vermeidet bewusst die Präsentation von „Schwarz-Weiß“-Lösungen und erkennt an, dass das Leben komplex ist, was, wie sie selbst zugibt, manchmal Kritik hervorruft, wegen dieser kompromisslosen Wahrhaftigkeit und dem Wunsch, in das Wesen der menschlichen Natur einzutauchen.

Es ist erwähnenswert, dass sich ein Großteil der kritischen Materialien auf den „Female Gaze“ (weiblicher Blick) konzentriert, der in Xenia Hausners Werk dominiert. Kritiker betonen, dass Hausner ihr Schaffen der jahrhundertealten Tradition des männlichen Blicks entgegenstellt und eine weibliche Gegenwelt schafft. Ihre Heldinnen, so die KÖNIG GALERIE, sind „starke, widersprüchliche und komplexe Frauenfiguren“, die weit von stereotypen Bildern entfernt sind. Die Künstlerin selbst sagt, ihre Charaktere seien „widerspenstig“. Diese psychologische Tiefe und dramatische Komposition stehen in direktem Zusammenhang mit ihrer Herkunft als Bühnenbildnerin. Kritiker zitieren diese Tatsache ständig, denn bevor sie Farbe auf die Leinwand aufträgt, inszeniert Hausner in ihrem Atelier komplexe räumliche Arrangements mit lebenden Modellen, um das Geheimnis des Dargestellten zu entschlüsseln.

Quellen: www.galleryand.studio, www.kovacek-zetter.at, www.parnass.at, www.galerieschimming.de

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